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	<title>Kommentare zu: &#8220;Anti-China Kampagne&#8221; der tagesschau &#8230;</title>
	<link>http://china-blog.jok-online.net/2008/04/15/jetzt-auch-noch-die-tagesschau/</link>
	<description>Neues aus China von Jo Kline</description>
	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 04:33:08 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Jo</title>
		<link>http://china-blog.jok-online.net/2008/04/15/jetzt-auch-noch-die-tagesschau/#comment-17</link>
		<author>Jo</author>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 14:55:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://china-blog.jok-online.net/2008/04/15/jetzt-auch-noch-die-tagesschau/#comment-17</guid>
		<description>Danke Deichgraf,
grundsätzlich sei bemerkt, dass auch ich natürlich nicht frei von Fehlern bin, das wäre auch ziemlich bedenklich. 
Trotzdem sehe ich diesen Fall etwas anders: Ich würde dir recht geben, wenn Sadrozinski das in seinem privaten Blog schreiben würde oder wenn er tatsächlich nur seine persönlichen Gedanken und Erlebnisse präsentieren würde. Das ist aber nach meiner Auffassung beides nicht der Fall. Es handelt sich nicht um irgendeinen Blog, sondern um den Blog der tagesschau - und auch wenn es da vielleicht nicht so sehr auf journalistisches Handwerk ankommt - einverstanden -, schreibt er als Mitarbeiter der ARD, nicht als Privatperson. Damit repräsentiert er den Sender und transportiert mit seiner Meinung immer auch ein Stück öffentlich-rechtliche Meinung.  
Was aber entscheidender ist: Er schreibt eben nicht über seine persönlichen Gedanken sondern über "Rechercheergebnisse" einer ARD-Korrespondentin aus denen er dann unzulässige oder zumindest nicht beweisbare Schlüsse zieht. 
Sadrozinski schreibt eine Story, er glaubt er habe eine gute Nachricht, und die ist auch Basis für die offizielle Nachricht, die später gebracht wird und für die er aufgrund seiner "Einsichten" und Rechercheergebnisse als Redakteur auch interviewt wird. Auch da wird im Übrigen von einer "chinesischen Manipulationskampagne" gesprochen, ob das neutrale Berichtsrstattung ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt. 

Du kannst übrigens gern beim Du bleiben, auch dann wenn du mir rätst, meinen eigenen Ratschlag zu beherzigen. 

Ganz so schnell wird man in China nicht eingesperrt, nur weil man eine eigene Meinung ins Netz stellt. Meine chinesischen Bekannten haben auch eine Meinung und vertreten die auch - einige auch im Netz. Natürlich kann es aber nicht sein, dass Leute weggesperrt werden wenn sie eine unbequeme Meinung vertreten, da muss man den Einzelfall sehen. Und natürlich liegt hier einiges im argen - was am Rande bemerkt niemand besser weiß, als die Chinesen selbst. 
Aber es ist wenig hilfreich da mit dem Holzhammer drauf hinweisen zu wollen. Eine differenzierte Betrachtung und der Versuch, beide Seiten zu sehen, könnte dagegen helfen Einsichten zu vermitteln und Änderungsbereitschaft bewirken. Übrigens kennen meine chinesischen Bekannten Hu Jia nicht.

Was das Interview betrifft: Ich wundere mich, dass er die Fragen überhaupt beantwortet hat. Die kannst du dir auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Versuche es aus der Perspektive des Chinesen zu sehen und vergiss mal für eine Weile, was du zu wissen glaubst. Und dann schreib mir wieder. Und auch wenn ich mich hier nicht zum Anwalt des Chinesischen Botschafters machen will: Der Mann ist kein deutscher Muttersprachler. Wenn man das berücksichtigt und seine Antwort vorurteilsfrei betrachtet, kann man das auch anders verstehen als du es tust.

Ich sehe es übrigens gern, wenn die Leute sich mit ihrem Namen vorstellen, wenn sie hier einen Kommentar eintragen. Aber ich danke dir  für deinen Beitrag.  Grüße an die Nordsee. Jo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Deichgraf,<br />
grundsätzlich sei bemerkt, dass auch ich natürlich nicht frei von Fehlern bin, das wäre auch ziemlich bedenklich.<br />
Trotzdem sehe ich diesen Fall etwas anders: Ich würde dir recht geben, wenn Sadrozinski das in seinem privaten Blog schreiben würde oder wenn er tatsächlich nur seine persönlichen Gedanken und Erlebnisse präsentieren würde. Das ist aber nach meiner Auffassung beides nicht der Fall. Es handelt sich nicht um irgendeinen Blog, sondern um den Blog der tagesschau - und auch wenn es da vielleicht nicht so sehr auf journalistisches Handwerk ankommt - einverstanden -, schreibt er als Mitarbeiter der ARD, nicht als Privatperson. Damit repräsentiert er den Sender und transportiert mit seiner Meinung immer auch ein Stück öffentlich-rechtliche Meinung.<br />
Was aber entscheidender ist: Er schreibt eben nicht über seine persönlichen Gedanken sondern über &#8220;Rechercheergebnisse&#8221; einer ARD-Korrespondentin aus denen er dann unzulässige oder zumindest nicht beweisbare Schlüsse zieht.<br />
Sadrozinski schreibt eine Story, er glaubt er habe eine gute Nachricht, und die ist auch Basis für die offizielle Nachricht, die später gebracht wird und für die er aufgrund seiner &#8220;Einsichten&#8221; und Rechercheergebnisse als Redakteur auch interviewt wird. Auch da wird im Übrigen von einer &#8220;chinesischen Manipulationskampagne&#8221; gesprochen, ob das neutrale Berichtsrstattung ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt. </p>
<p>Du kannst übrigens gern beim Du bleiben, auch dann wenn du mir rätst, meinen eigenen Ratschlag zu beherzigen. </p>
<p>Ganz so schnell wird man in China nicht eingesperrt, nur weil man eine eigene Meinung ins Netz stellt. Meine chinesischen Bekannten haben auch eine Meinung und vertreten die auch - einige auch im Netz. Natürlich kann es aber nicht sein, dass Leute weggesperrt werden wenn sie eine unbequeme Meinung vertreten, da muss man den Einzelfall sehen. Und natürlich liegt hier einiges im argen - was am Rande bemerkt niemand besser weiß, als die Chinesen selbst.<br />
Aber es ist wenig hilfreich da mit dem Holzhammer drauf hinweisen zu wollen. Eine differenzierte Betrachtung und der Versuch, beide Seiten zu sehen, könnte dagegen helfen Einsichten zu vermitteln und Änderungsbereitschaft bewirken. Übrigens kennen meine chinesischen Bekannten Hu Jia nicht.</p>
<p>Was das Interview betrifft: Ich wundere mich, dass er die Fragen überhaupt beantwortet hat. Die kannst du dir auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Versuche es aus der Perspektive des Chinesen zu sehen und vergiss mal für eine Weile, was du zu wissen glaubst. Und dann schreib mir wieder. Und auch wenn ich mich hier nicht zum Anwalt des Chinesischen Botschafters machen will: Der Mann ist kein deutscher Muttersprachler. Wenn man das berücksichtigt und seine Antwort vorurteilsfrei betrachtet, kann man das auch anders verstehen als du es tust.</p>
<p>Ich sehe es übrigens gern, wenn die Leute sich mit ihrem Namen vorstellen, wenn sie hier einen Kommentar eintragen. Aber ich danke dir  für deinen Beitrag.  Grüße an die Nordsee. Jo</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Deichgraf</title>
		<link>http://china-blog.jok-online.net/2008/04/15/jetzt-auch-noch-die-tagesschau/#comment-16</link>
		<author>Deichgraf</author>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 12:09:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://china-blog.jok-online.net/2008/04/15/jetzt-auch-noch-die-tagesschau/#comment-16</guid>
		<description>Moin Jo!

Du schreibst:
"Ich lese also den Beitrag von Jörg Sadrozinski, Redakteur eines öffentlich-rechtlichen Senders - und stelle fest: Der Mann hat eine klare Meinung. Und statt einen sauberen Bericht zu schreiben, der mir Fakten liefert, transportiert er die auch."

Allerdings unterläuft Dir bei Deiner Kritik ein entscheidender Fehler. Die Meinungsäußerung die Du kritisierst hat der Redakteur lediglich im BLOG der Tagesschau gemacht, wo es völlig legitim ist. Denn da geht es um die Gedanken und Erlebnisse der Redakteure, also eher den Blick hinter die Kulissen und nicht darum handfeste Nachrichten in neutraler journalistischer Qualität anzubieten.

Die neutrale "offizielle Nachricht" zum Versuch der Manipulation steht auf der tatsächlichen Nachrichtenseite www.tagesschau.de. 
Da: http://www.tagesschau.de/ausland/china124.html

In diesem Sinne sollten Sie ihren eigenen Ratschlag beherzigen und ebenfalls "einen Gang zurückschalten".


Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde es bedenklich, wenn ein Land 30.000 Leute zu Zwecken der Internetzensur einsetzt und Leute die ihre eigene Meinung ins Netz schreiben kurzerhand einsperrt.

Dazu muss man sich mal den Satz des chinesischen Botschafters im Interview zu den Vorwürfen der Umfragemanipulation in  Ruhe auf der Zunge zergehen lassen in dem es um den inhaftierten Hu Jia geht:
"Egal, wer das chinesische Gesetz verletzt, der wird gesetzmäßig bestraft. Das ist eine innere Angelegenheit der chinesischen Souveranität und hat mit Menschenrechten nichts zu tun." 
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/china128.html

Da kann ich nur sagen: stimmt! 
Denn mit der Beachtung von Menscherechten hat das wirklich nichts zu tun, wenn man diesen Hu Jia mal eben so mir nichts Dir nichts einsperrt.


Gruß von der Nordsee</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin Jo!</p>
<p>Du schreibst:<br />
&#8220;Ich lese also den Beitrag von Jörg Sadrozinski, Redakteur eines öffentlich-rechtlichen Senders - und stelle fest: Der Mann hat eine klare Meinung. Und statt einen sauberen Bericht zu schreiben, der mir Fakten liefert, transportiert er die auch.&#8221;</p>
<p>Allerdings unterläuft Dir bei Deiner Kritik ein entscheidender Fehler. Die Meinungsäußerung die Du kritisierst hat der Redakteur lediglich im BLOG der Tagesschau gemacht, wo es völlig legitim ist. Denn da geht es um die Gedanken und Erlebnisse der Redakteure, also eher den Blick hinter die Kulissen und nicht darum handfeste Nachrichten in neutraler journalistischer Qualität anzubieten.</p>
<p>Die neutrale &#8220;offizielle Nachricht&#8221; zum Versuch der Manipulation steht auf der tatsächlichen Nachrichtenseite <a href="http://www.tagesschau.de." rel="nofollow">www.tagesschau.de.</a><br />
Da: <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/china124.html" rel="nofollow">http://www.tagesschau.de/ausland/china124.html</a></p>
<p>In diesem Sinne sollten Sie ihren eigenen Ratschlag beherzigen und ebenfalls &#8220;einen Gang zurückschalten&#8221;.</p>
<p>Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde es bedenklich, wenn ein Land 30.000 Leute zu Zwecken der Internetzensur einsetzt und Leute die ihre eigene Meinung ins Netz schreiben kurzerhand einsperrt.</p>
<p>Dazu muss man sich mal den Satz des chinesischen Botschafters im Interview zu den Vorwürfen der Umfragemanipulation in  Ruhe auf der Zunge zergehen lassen in dem es um den inhaftierten Hu Jia geht:<br />
&#8220;Egal, wer das chinesische Gesetz verletzt, der wird gesetzmäßig bestraft. Das ist eine innere Angelegenheit der chinesischen Souveranität und hat mit Menschenrechten nichts zu tun.&#8221;<br />
Quelle: <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/china128.html" rel="nofollow">http://www.tagesschau.de/ausland/china128.html</a></p>
<p>Da kann ich nur sagen: stimmt!<br />
Denn mit der Beachtung von Menscherechten hat das wirklich nichts zu tun, wenn man diesen Hu Jia mal eben so mir nichts Dir nichts einsperrt.</p>
<p>Gruß von der Nordsee</p>
]]></content:encoded>
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